Warum Alaska?
 
     
     
 

"Warum Alaska?", fragten mich viele, als ich ihnen von meinem nächsten Urlaubsziel erzählte, "du fährst doch immer ins Sauerland, und jetzt plötzlich ausgerechnet nach Alaska?".

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass ich das Sauerland, insbesondere den Ponyhof Meier in Eslohe, für ein wunderschönes Stück Deutschland halte und dass ich in der Zwischenzeit auch schon wieder dort war.

Woran lag es aber nun wirklich? Zum großen Teil sicherlich an meinem Freund Werner, der schon zweimal in Alaska war, und mich mit seinen begeisterten Erzählungen über die wunderschöne Landschaft und Tierwelt ansteckte. Denn was wusste ich schon über den 49. Bundesstaat der USA? Kälte, Dunkelheit, Schnee, Eis und totale Einsamkeit, fielen mir als Erstes ein, wenn ich an Alaska dachte. Was Werner erzählte hörte sich ganz anders an und machte mich neugierig.

Aber zwischen Neugierde und dem Flug nach Anchorage muss ja noch irgend etwas passiert sein...

An einem netten Abend bei Speis und Trank erzählte Werner mal wieder von Alaska und plötzlich sagte Inge, die beste Ehefrau von allen; "Warum

fliegt ihr nicht nächsten Sommer nach Alaska? Renate (Werners Frau),

Ann-Kristin und ich fliegen in der Zeit zu meinen Verwanten in Montana."

Von nun an verselbständigte sich das Ganze und Werner und ich fingen an,

Kataloge für Wohnmobile, Flugpläne von Frankfurt nach Anchorage, White- horse oder Fairbanks zu studieren und einen Routenplan auszuarbeiten. Nachdem wir die Route von vier Wochen auf drei Wochen zusammen streichen mussten, da wir nicht mehr Urlaub bekamen, haben wir die Reise dann bei Frau Oltmanns (Reiseparadies Hattersheim), der wir hier auch nochmal unsere Bewunderung für ihre Geduld aussprechen wollen, gebucht.

Da unsere Frauen ihre Reise im Endeffekt doch nicht antraten, hatten wir sicherlich ein wenig ein schlechtes Gewissen (:-)), aber letzendlich sind sie ja alle, bis auf Ann-Kristin vielleicht, alt genug und sollten wissen was sie tun...

Trotzdem nochmal Danke, dass wir fahren durften...

Nachdem wir wieder zurück waren und ich von der Reise erzählt und die Bilder gezeigt habe, hat im Übrigen keiner mehr gefragt: "Warum Alaska?"